Der Verein

Im Jahr 1989 wurde der Verein zur Unterstützung von Selbsthilfeprojekten und Initiativen (VSI) von einer Gruppe ehemals drogengebrauchender und straffällig gewordener Personen gegründet. Vorrangiges Ziel zum Zeitpunkt der Gründung war es, Menschen, die aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit in Haft waren, dort einen Drogenentzug machten, nach der Entlassung einen cleanen Lebens-Rahmen zu bieten, der einem sofortigen oder schnellen Drogenrückfall nach der Haftentlassung entgegenwirkt. So wurde das Wohnprojekt entwickelt, welches auf den Namen`Initiative´89` „getauft“ wurde. Im Laufe der Jahre hat sich das Profil des VSI e.V. erweitert. Er richtet sein Angebot nicht mehr ausschließlich an Haftentlassene. Zielgruppe sind nun auch Süchtige, die nach Möglichkeit eine Therapie abgeschlossen haben sollten.

Seit seiner Gründung im Jahre 1989 wurde der VSI e.V. durch eine externe Projektberatung des Sozialpädagogischen Instituts Berlin (Stiftung SPI) unterstützt. Zuwendungen erhielt der Verein durch die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport. Seit März 2005 wurde die finanzielle Förderung des Vereins im Rahmen der Sparmaßnahmen des Berliner Senats eingestellt. Die erfolgreiche Arbeit kleiner Vereine wurde damit gefährdet und häufig auch beendet. Die Bewohner des VSI e.V. konnten aufgrund Ihrer Überzeugung von der Stärke des Projekts - mit beratender Unterstützung durch das Sozialpädagogische Institut Berlin - Ihre Arbeit fortsetzen. Zwischen dem VSI e.V. und dem Sozialpädagogischen Institut "Walter May" (Geschäftsbereich: Soziale Räume und Projekte) wurde die weitere Kooperation vereinbart und eine externe Projektberatung ehrenamtlich weitergeführt. Der VSI e.V. hat sich erfolgreich zu einer „reinen Selbsthilfe“ entwickelt. Mittlerweile existieren zwei Wohnprojekte, in denen elf BewohnerInnen leben können. Beide Wohnungen liegen in enger Nachbarschaft im zentralen Bezirk Berlin-Neukölln.